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Grenzblockaden zwingen Politik zum Hinschauen - Diplomatische Note ist unterschriftsreif!

Stunde der Wahrheit für Tschechien kommt mit der Übermittlung der diplomatischen Note!

Pressemitteilung von atomstopp_oberoesterreich, 2007-06-03

"Wir wissen, dass die diplomatische Note unterschriftsreif ist und schon abgeschickt werden kann! Unsere Geduld ist am Ende! Die Bevölkerung ist in den letzten Jahren immer wieder vertröstet worden - wir werden dem nicht untätig zuschauen! Unser Ultimatum, Mitte Juni mit einer Totalblockade auf die österreichische Vertröstungs- und Verzögerungstaktik in der Causa Temelin zu reagieren, ist nach wir vor aufrecht!", so die Vertreter von atomstopp_oberoesterreich, die mit dem Ultimatum den Druck Richtung Bundesregierung aufrecht erhalten.

Stunde der Wahrheit kommt - Diplomatische Note muss nach Prag geschickt werden - SOFORT!

Die Stunde der Wahrheit kommt für Tschechien, wenn die diplomatische Note aus Wien eintrifft und sich die höchsten tschechischen Repräsentanten mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, dass das Melker Abkommen in sieben von acht Punkten nicht erfüllt ist!

Die Signale aus Tschechien stehen nicht auf Einlenken: die Wortmeldungen der tschechischen Politiker - wie etwa von Premierminister Mirek Topolanek - zeigen es deutlich: für Tschechien ist das Melker Abkommen
a.) in allen Punkten erfüllt, ja sogar über-standard erfüllt und
b.) überhaupt nicht völkerrechtlich bindend!

Legale Protestaktionen an den Grenzen

"Die Grenzblockaden haben den Druck auf die Politik derart erhöht, dass sie sich dem Sicherheitsrisiko Temelin nicht länger verschließen kann. Es liegt nun ausschließlich am verantwortungsbewussten Umgang der Politik in Österreich - aber auch in Tschechien - ob die Grenzblockaden fortgesetzt werden müssen!", so atomstopp_oberoesterreich an die Adresse der Bundesregierung in Wien.

"Die legalen Protestaktionen an den tschechisch- österreichischen Grenzübergängen wurden durch die unverantwortliche Haltung der Bundesregierung ausgelöst: Anstatt in Prag auf die ungelösten und nicht umgesetzten Verpflichtungen aus dem Melker Abkommen aufmerksam zu machen, versteckte sich die Bundespolitik hinter diplomatischem Geplänkel und war unfähig und unwillens, die atomare Gefahr durch Temelin beherzt zu thematisieren und notfalls - im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung - auch diplomatische Verstimmungen mit Tschechien zu riskieren!", so die Vertreter von atomstopp_oberoesterreich.

Weder im Oktober 2004 - als die atomrechtliche Genehmigung für Temelin erteilt wurde, noch im November 2006 - als mit der Kollaudierung die endgültige Betriebsgenehmigung für Temelin erteilt wurde, reagierte die Bundesregierung in angemessener Weise. Erst nach den massiven Grenzblockaden der letzten Monate bewegt sich die Bundesregierung in Wien und gibt dem Druck der Straße nach!

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 664 421 56 13
Gabriele Schweiger + 43 664 390 77 09
Andreas Reimer + 43 664 132 83 70

bearbeitet by bi, 2007-06-03

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