Standort-Zwischenlager am KKW
Unterweser geht in Betrieb
per email, 2007-06-18
Hannover (ddp-nrd). Am Kernkraftwerk Unterweser in Esenshamm ist am Montag das
bundesweit letzte Standort-Zwischenlager in Betrieb genommen worden. Es ist für
maximal 80 Behälterstellplätze ausgelegt. Die Genehmigung wurde auf 40
Jahre befristet, wie das Umweltministerium in Hannover mitteilte. Bevor der mit
19 abgebrannten Brennelementen beladene Castor-Behälter in das
Zwischenlager kam, hatten Experten des Umweltministeriums die vorgeschriebenen
Messungen zur Dichtheit und Kontaminationsfreiheit überprüft. Die
Beladung des Behälters war von unabhängigen Gutachtern begleitet
worden.
Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) stellte klar, dass
die Zwischenlager nicht zu faktischen Endlagern werden dürften. Ihm sei
bewusst, dass gerade die Menschen am Standort Stadland-Rodenkirchen diesem Lager
kritisch gegenüberstünden, sagte Sander. Er forderte die
Bundesregierung erneut auf, "die Erkundung von Gorleben unverzüglich
fortzusetzen und ergebnisoffen zu Ende zu führen".
Die Energieversorger sind gesetzlich verpflichtet abgebrannte
Brennelemente an den Standorten der Kernkraftwerke zwischenzulagern. Das
Zwischenlager am Kernkraftwerk Unterweser war in den zurückliegenden drei
Jahren errichtet worden. Es war als letztes von zwölf
Standort-Zwischenlagern im September 2002 vom Bundesamt für Strahlenschutz
genehmigt worden. Das bundesweit erste Zwischenlager war im Dezember 2002 am
Kernkraftwerk Emsland in Betrieb gegangen.
bearbeitet by bi, 2007-06-18
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