Schwelbrand in Turbine des AKW Brunsbüttel
per email, 2007-06-29
Kiel (ddp-nrd) Nach der Zwangsabschaltung des Kernkraftwerkes Brunsbüttel
ist es dort am Donnerstag zu einem Schwelbrand an der Turbine gekommen. Wie erst
am Freitag bekannt wurde, war Öl ausgetreten und hatte sich entzündet.
Durch diesen Vorfall habe jedoch keine Gefahr für den Reaktor bestanden,
sagte TÜV-Nord-Experte Rudolf Wieland am Freitag in Kiel. Zweite Auffälligkeit
beim Herunterfahren des AKW seien Risserweiterungen an Abdeckungen von
Rohrleitungen gewesen.
Die für die Reaktoraufsicht zuständige
schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) betonte, diese
Auffälligkeiten "verweisen auf Alterungsprozesse, die
Gefahrenpotenziale beinhalten". Trauernicht geht davon aus, dass der
Reaktor Krümmel längere Zeit vom Netz bleiben wird Brunsbüttel könne
dagegen womöglich recht schnell wieder ans Netz gelangen. Zuvor müsse
allerdings die Sicherheit nachgewiesen sein. Anderenfalls behalte sie sich
atomrechtliche Anweisungen gegen den Betreiber vor, sagte Trauernicht.
bearbeitet by bi, 2007-06-29
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