Wird ohne Atomkraftwerke nicht der
Strom teurer?

Nein. Schon heute können moderne Kraftwerke (z. B. sog. GuD-Kraftwerke
- Gas- und Dampfturbinenkraftwerke) Strom günstiger herstellen als
Atomkraftwerke.
Dies bestätigte auch der ehemalige Generaldirektor der Internationalen
Atomenergie Agentur in Wien Hans Blix schon 1997: "Die Kernenergie hat
ihren Wettbewerbsvorsprung als kostengünstiger Stromversorger - vor allem
im Vergleich zu GuD-Kraftwerken - verloren."
Die Atomkraft ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark "hofiert"
worden. Mit zweistelligen Milliardensummen wurde diese Art der Stromerzeugung
subventioniert.
Und die alten Bundesregierungen haben es billigend in Kauf genommen, daß
AKWs nur vergleichsweise gering versichert waren. Wären nämlich die
deutschen AKWs realistisch versichert - so hat eine frühere Studie des
Bundeswirtschaftsministeriums ergeben - dann müßte eine
Kilowattstunde Atomstrom ca. 3,60 DM kosten.
Im Falle eines großen Atomunfalls in Deutschland würde der
Steuerzahler die Kosten tragen, getreu dem Motto: Gewinne werden privatisiert,
Verluste sozialisiert.
Im übrigen werden neben dem Atomausstieg jede Menge Möglichkeiten
und Informationen angeboten, wie Strom, ohne auf den gewohnten Komfort
verzichten zu müssen, eingespart werden kann. Und neue energiesparende Geräte
und Techniken werden zusätzlich entstehen bzw. verstärkt auf dem Markt
angeboten.
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