Aus unserer SatzungZiel der Amberger Bürgerinitiative ist die Verhinderung von Atomanlagen - in der Vergangenheit war es vor allem den Stop der im Raum Schwandorf geplanten WAA - um großen, nie wieder gutzumachenden wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Die Mitglieder der Bürgerinitiative nehmen als Staatsbürger auf dem Boden der Verfassung und der freiheitlich demokratischen Grundordnung die Grundrechte der freien Meinungsäußerung, der Informationsfreiheit sowie der Versammlungs- und Vereinsfreiheit wahr. Sie wollen an der politischen Willensbildung und der Information der Bevölkerung mitwirken. ...." |
Abschaltung aller AtomanlagenNicht erst seit den Reaktorkatastrophen von Windscale (GB), Harrisburg (USA) und Tschernobyl (frühere Sowjetunion) steht fest, daß Atomanlagen das Leben und die Gesundheit der Menschen gefährden, mühsam erarbeitetes Eigentum zerstören und die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier vernichten. Ziel der Amberger Bürgerinitiative ist also nicht nur die Verhinderung neuer Atomanlagen, sondern ebenso die schnellstmöglichste Abschaltung aller Atomkraftwerke, Wiederaufarbeitungsanlagen und aller an der Atomkraftspirale beteiligten Anlagen. Erst wenn die stündliche und tägliche Produktion des hochgiftigen Atommülls beendet ist, sind wir bereit, unser Wissen, Können und Know-How für die schadlose Aufbewahrung dieser radioaktiven Stoffe einzubringen. Radioaktivität macht nicht Halt an Grenzen, wie die radioaktive Wolke aus Tschernobyl gezeigt hat. Daher protestieren wir nicht nur gegen deutsche Atomanlagen, sondern wir fordern den weltweiten Stopp aller Atomfabriken. Die Amberger Bürgerinitiative unterstützt daher die Anti-Atom-Initiativen in Tschechien (z.B. gegen das AKW Temelin), aber auch Initiativen in Frankreich (z.B. gegen die WAA La Hague). Kontakte und gegenseitige Besuche, Informationsveranstaltungen und Unterstützung bei Demonstrationen und Protesten sind eine Selbstverständlichkeit. |
Gewaltfrei, aber unbeirrbarDie Amberger Bürgerinitiative lehnt Gewalt als Mittel zur Erreichung ihrer Ziele ab. Unbeirrbar wird die BI mit gewaltfreien Aktionen und mit zivilem Ungehorsam ihre Arbeit fortsetzen. |
Warum Atomkraft gefährlich ist?Die Atomtechnik ist die gefährlichste Erfindung der Menschheit. Nach der militärischen Nutzung durch die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki versuchten die Atomlobby und die mit ihr verknüpften Politiker den Menschen das Märchen von der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomtechnologie schmackhaft zu machen.Atomkraftwerke sind nicht sicherFast täglich hören wir von Unfällen und Pannen in Atomanlagen. Viele Störfälle werden erst verspätet oder überhaupt nicht bekannt. Und dies gilt nicht nur für totalitäre Staaten. Der Super-Gau im 1500 km von Amberg entfernten Tschernobyl hat uns einen Vorgeschmack gebracht, was uns erwartet, wenn ein solcher Unfall in dichtbesiedeltem Gebiet passiert. Und Tschernobyl war nicht das erste Mal. Windscale, Harrisburg ... stehen stellvertretend für diese Gefahr. Aber auch im sogenannten Normalbetrieb gefährden Atomkraftwerke unser Leben. Die Häufung von Leukämiefällen in der Umgebung von Atomanlagen sind deutliche Warnsignale. |
Die Atommüllfrage ist nach wie vor ungelöstAtomkraftwerke produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge hochgiftigen und hochradioaktiven Abfall. Niemand weiß, wohin damit. Dieser Abfall muß über 100 000 Jahre sicher gelagert werden. Aber ein solches Endlager gibt es nicht. Nirgends auf der Welt existiert bis heute ein derartiges Lager - man weiß noch nicht einmal genau, in welchem Gestein man den Atommüll vergraben wird. Daher wird, auch wegen des sogenannten Entsorgungsnachweises, Atommüll kreuz und quer durch Europa gekarrt und gefährdet durch diese Transporte erneut die Bevölkerung. |
Die Atomindustrie ist nicht zu kontrollierenSpätestens seit den Skandalen um die Atomfirmen Alkem, Nukem, Transnuklear ist klar geworden, daß die Atomindustrie eine Macht ist, die nicht zu überschauen ist. Die Vrfilzung von vom Volk gewählten Politikern und dem macht- und geldorientierten Streben der Atomlobby wird immer deutlicher. Milliardengewinne der Atomfirmen werden eingesetzt, um Abhängigkeiten zu schaffen und sich andere lukrative Geschäftsbereiche (z.B. Müllentsorgung, Solarenergie) anzueigenen. |
Atomenergie trägt selbst zur Klimakatstrophe beiAtomkraftwerke leisten keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern blockieren Investitionen in regenerative Energien und Einsparmaßnahmen. Bis ein Brennelement im Atomkraftwerk eingesetzt werden kann, trägt die Herstellung von der Uranerzgewinnung, über die Aufbereitung und Anreicherung, der Brennelementfertigung und den Transporten selbst zur Klimakatastrophe bei. |
Militärischer MißbrauchDie Gefahr des militärischen Mißbrauchs von Kernbrennstoffen besteht nach wie vor. Die zahlreichen Affären um den Schmuggel mit radioaktivem Material haben uns das eindringlich vor Augen geführt. Beispiele für angeblich friedliche Atomprogramme mit militärischem Hintergrund liefern die Länder Brasilien, Pakistan, Indien und Südkorea. |
Förderung regenerativer Energien und StromsparmaßnahmenDie Amberger Bürgerinitiative engagiert sich aber nicht nur gegen etwas (die Atomenergie), sondern sie setzt sich auch ein für die Förderung von alternativen Energien aus Sonne, Wind, Biomasse usw. Daß Stromsparen nicht nur der Umwelt hilft, sondern auch den Geldbeutel schont, hat die BI schon sehr frühzeitig durch Veröffentlichung von Stromspartips dargestellt. |